Eine Nacht mit der Hall AG
11.11.2024
Die Hall AG kennt keinen Feierabend. Strom, (Ab-)Wasser und Wärme müssen rund um die Uhr fließen. Das Internet hält sich ebenso wenig an eine Nachtruhe. Und in manch Freizeiteinrichtung wird die Nacht zum Tag.
Möglich machen das die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Hall AG. Mit guter Planung, Spätschichten, moderner Technik und Bereitschaftsdiensten sorgen sie dafür, dass auch nachts alles läuft, wie es soll. Begleiten Sie uns durch eine Nacht mit der Hall AG.
Bei einem Notfall kommen alle zusammen und helfen einander. Marcel Abolis, Mitarbeiter im Fachbereich Strom
Wenn abends in den Büros der Hall AG das Licht ausgeht, ist in ihrem Versorgungsgebiet noch lange nicht Schluss. „Die Verbräuche – Strom, Wasser, Wärme – gehen erst nach 22 Uhr spürbar zurück“, weiß Artur Egger, technischer Vorstand der Hall AG. Im Salzlager oder im Kurhaus steppt um 22 Uhr erst so richtig der Bär. Bei den diversen Veranstaltungen vom Konzert über die Weltmeisterschaft im 5-Kegel-Billard bis hinzu Firmenfeiern schlägt die Sperrstunde oft erst nach Mitternacht. Die Saaltechniker halten so lange die Stellung, bis der letzte Gast das Gebäude verlassen hat. Den nächtlichen Stördienst in den beiden öffentlichen Tiefgaragen und bei Personenaufzügen hat die Hall AG an einen externen Dienstleister ausgelagert.
Zusammenspiel aus Mensch und Technik
In den Krafthäusern, Trinkwasserhochbehältern oder im Biomasseheizkraftwerk hält längst moderne Mess- und Regeltechnik die Stellung. Wohnte zu früheren Zeiten bei einzelnen Anlagen eigens ein betriebsführender Mitarbeiter, hat dort heute Technik Einzug gehalten. Tritt eine Fehlfunktion ein, schlagen die Systeme Alarm. Spätestens dann ist es vorbei mit einer ruhigen Nacht im Bereitschaftsdienst. In jedem der vier Bereiche Strom (inkl. Kraftwerken), IT, Wasser bzw. Abwasser sowie Fernwärme versehen mehrere Mitarbeiter Bereitschaftsdienst. Jede Nacht. „Dadurch können wir bei kleineren Vorfällen in einem Bereich rasch reagieren und bei Bedarf auf die Kollegen der anderen Bereiche zurückgreifen“, erklärt Egon Riedmüller. Er verantwortet mit seinem Team das operative Stromnetz und kennt sich bei Störfällen bestens aus. Kann die Bereitschaft das Problem nicht beheben und ist kein Aufschub auf den nächsten Tag möglich, wird nach alarmiert. „Bei einem Notfall kommen alle zusammen und helfen einander“, bestätigt Marcel Abolis, Mitarbeiter im Fachbereich Strom.
Wind und Wetter lassen das nächtliche Bereitschaftshandy das ganze Jahr hindurch klingen. Im Sommer setzen Gewitter und Starkregen der Infrastruktur zu. Im Winter drücken Schnee und Eis auf Stromleitungen und Gebäude. Föhnstürme wüten zu jeder Jahreszeit. Wenn den Diensthabenden um zwei Uhr früh ein SMS aus dem Schlaf reißt, bleibt nur eines: Nachsehen was fehlt. „Diese Dienste mit ihrem ungeregelten Schlaf sind nicht einfach“, so Vorstand Artur Egger. Doch nicht nur die Witterung sorgt für Störungen, selbst manch nachtaktives Tier hat
sich schon in eine Trafostation verirrt und dort einen Kurzschluss verursacht. Auch der klassische Wasserrohrbruchkennt keine reguläre Dienstzeit. „Unser Stördiensthandy ist 24/7 besetzt. Meistinformieren uns Polizeistreifen oder aufmerksame Passanten“, erklärt Markus Felderer, stellvertretender Bereichsleiter Wasser, Abwasser und Wärme. Bei einem Rohrbruch muss der Stördiensthabende vor Ort entscheiden, wie situationsbedingt am besten zu reagieren ist. Bei Starkregen und Unwettern müssen auch nachts Gullys freigelegt und Kanäle ausgepumpt werden.
Fehler finden und beheben
Je mehr Technik eine Anlage nützt, desto höher wird die Wahrscheinlichkeit für einen technischen Defekt. Besonders das Biomasseheizkraftwerk mit seinen komplexen Komponenten verlangt auch nachts nach viel Aufmerksamkeit. „Den Großteil der Störfälle kann unser Bereitschaftsmitarbeiter direkt beheben oder zumindest bis zum nächsten Tag überbrücken“, erläutert Pius Sommeregger, Bereichsleiter Erzeugung.
„Die IT ist mittlerweile sehr komplex“, weiß Manuel Kofler. Sein Team leistet ebenfalls Bereitschaft, um Rechenzentren, Glasfaserinfrastruktur und Datenverbindungen rund um die Uhr am Laufen zu halten. Über 400 Alarmierungs-SMS wickelt die IT der Hall AG pro Monat ab. Privatkunden bekommen bis 19 Uhr Support, Firmenkunden 24/7.Ab 5:00 Uhr früh erwacht der Alltag im Versorgungsgebiet der Hall AG und die Verbräuche gehen rasch nach oben. In den Büros der Hall-AG-Zentrale gehen wieder die Lichter an und manche Kollegen blicken auf eine lange Nacht zurück. Eine Nacht, in der sie mit ihrem Einsatz die öffentliche Versorgung am Laufen gehalten haben.
Bereitschaft
Die Hall AG hat in den vier Bereichen Strom, IT, Wasser/Abwasser und Fernwärme stets Mitarbeiter in Bereitschaft. Sie decken die Zeitaußerhalb der regulären Dienstzeit nachts sowie
an Wochenenden und Feiertagen ab. Die Bereitschaftsdienste der vier Bereiche unterstützen sich gegenseitig. Bei größeren Störfällen werden zusätzliche Mitarbeiter alarmiert.