Wasserversorgung & Infrastruktur der Hall AG
Die Hall AG versorgt rund 15.000 Menschen in Hall sowie in Teilen von Absam, Thaur und Mils zuverlässig mit erstklassigem Trinkwasser. Um diese Versorgung für Generationen zu sichern und gleichzeitig die Umwelt zu schützen, wurden in den vergangenen zwei Jahrzehnten rund 34 Millionen Euro in das Wasser- und Kanalwerk investiert.
Von der Quelle bis zum Hahn: Unsere Infrastruktur für Ihr Trinkwasser
Ob nachhaltige Gewinnung im Berg, hocheffiziente Speicherung, die Verteilung über unser modernes Leitungsnetz oder maximale Ausfallsicherheit durch die Notversorgung – erfahren Sie alles über das technologische Meisterwerk hinter Ihrer täglichen Wasserversorgung.
Die Gewinnung: Der Trinkwasserstollen Halltal
Das Fundament unserer Versorgung liegt tief im Bettelwurfmassiv. Nach einer rund 10-jährigen Reise durch das Gestein wird das naturbelassene Wasser im 950 Meter langen Trinkwasserstollen Halltal gefasst.
• Natur pur: Das Wasser wird direkt im Wettersteinkalk geschützt vor äußeren Einflüssen gewonnen. Es ist ca. 5 °C kühl, weich (5 °dH) und benötigt keine chemische Aufbereitung.
• Nachhaltige Energie: Auf seinem Weg nutzen vier Trinkwasserkraftwerke das natürliche Gefälle, um umweltfreundlichen Strom zu erzeugen.
• Kapazität: Je nach Saison fließen 240 bis 450 Liter pro Sekunde aus dem Berg – weit mehr als der Spitzenbedarf der Gemeinden von rund 140 Litern pro Sekunde.
Die Speicherung: Unsere Hochbehälter
Um Schwankungen im Verbrauch auszugeben und stets konstanten Druck sowie Löschwasserreserven zu garantieren, betreibt die Hall AG vier Hochbehälter mit einem Gesamtspeichervolumen von 5.600 m³. Hochbehälter Walderbrücke (5.000 m³) • Technik: 1950–1958 erbaut und 2010 für 1,3 Mio. Euro generalsaniert. • Ausstattung: Zwei riesige, mit 40 Tonnen Edelstahl ausgekleidete Wasserkammern (je 25 m Durchmesser) und modernste digitale Steuerungstechnik. Hochbehälter Halltaler Hof (600 m³)
• Technik: Ursprünglich von 1908, im Jahr 2019 komplett generalsaniert.
• Sicherheit: Kann im Notfall zusätzlich mit 100 Litern pro Sekunde aus dem Munitionsstollen (Thaurer Mure) gespeist werden.
Verteilung & Leitungsnetz
Über ein weitverzweigtes, hochmodernes Netz gelangt das kühle Nass sicher in die Haushalte und Betriebe.
- Das Netz in Zahlen: Über 70 km Versorgungsleitungen und rund 32 km Hausanschlussleitungen transportieren jährlich etwa 1,1 Millionen Kubikmeter Wasser zu den rund 1.800 Zähleranschlüssen.
- Druckstationen: Mehrere Druckreduzier- und Druckerhöhungsstationen im Netz (z. B. im Halltal, Mils und an der Salzbergstraße) sorgen dafür, dass das Wasser überall mit dem optimalen, konstanten Druck ankommt – selbst in höher gelegenen Stadtteilen wie Heiligkreuz und Schönegg.
- Brandschutz: 328 installierte Hydranten sichern die Löschwasserversorgung im gesamten Gebiet.
Maximale Ausfallsicherheit: Die Notversorgung
Ein schweres Unwetter im Jahr 1992 legte die damalige Wasserversorgung lahm – daraus wurden die richtigen Lehren gezogen. Eine leistungsstarke Notwasserversorgungsleitung zwischen Hall und Innsbruck garantiert seitdem, dass sich beide Städte im Ernstfall gegenseitig mit Trinkwasser aushelfen können. Dieses System nutzt bei Bedarf auch das Wasser der Jakobibründlquellen.
Unsere Wasserversorgung in Zahlen: Daten & Fakten
Hinter jedem Schluck Wasser steckt eine beeindruckende logistische und technische Leistung – von über 100 Kilometern Leitungsnetz bis hin zu Millionen Litern Speicherkapazität haben wir die wichtigsten Kennzahlen für Sie zusammengefasst.
| Versorgte Personen | ca. 15.000 (Hall, Teile von Absam, Thaur, Mils) |
| Wassergewinnung (Schüttung) | 240 – 450 l/s |
| Jährliche Wasserabgabe | ca. 1,1 Mio. m³ |
| Leitungsnetz (Gesamt) | über 101.000 m (Transport-, Versorgungs- & Hausanschlüsse) |
| Hochbehälter | 4 Stück (Gesamtvolumen: 5.600 m³) |
| Trinkwasserkraftwerke | 4 Stück |
| Hydranten | 328 Stück |